Roundtable: Arabische Identität?

Spex

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Die arabische Welt ist riesig: mehr als 20 Länder auf zwei Kontinenten, von Mauretanien in Westafrika bis zum Sultanat Oman im Osten der Arabischen Halbinsel. „Der Araber“ allerdings ist ein Scheinriese. Aus der Ferne betrachtet vielleicht eine irgendwie konsistente Figur, aber in zahllose Facetten zerfallend, je näher man tritt. Gibt es das: eine „arabische Identität“? Wir fragen nach, beim Produzenten Rozzma aus Kairo, bei der tunesischen Musikerin Deena Abdelwahed sowie beim libanesisch- palästinensischen Beatbastler Okydoky. Die zwei Letzteren sind auf der Compilation Arabstazy vertreten, die gängige Identitätszuschreibungen hinterfragt und deren Einnahmen größtenteils in die Unterstützung syrischer Flüchtlinge fließen.

Rozzma: Ich bin kein Araber! Ja, ich spreche Arabisch, Ägypten ist größtenteils muslimisch, und ich fühle mich darum auch als Teil des Nahen Ostens. Aber ich bin Afrikaner. So definiere ich mich, denn alles anderes leugnet die Jahrtausende alte Geschichte unseres Landes. Die Spaltung Afrikas in einen arabischen Norden und den großen Teil südlich der Sahara ist auch eine Folge der langen Kolonialgeschichte. Und dazu gehören schon die Araber, die ja vor den Europäern in Nordafrika waren.

OkyDoky: Es ist keine Frage, ob es eine arabische Identität gibt oder nicht – es gibt sie, aber sie hat für unterschiedliche Menschen unterschiedliche Bedeutungen. Ich finde die Frage jedenfalls seltsam, fast schon etwas karikaturesk. Ich fühle mich sehr arabisch, was auch immer das bedeutet. Und, noch wichtiger: Ich bin Araber, egal wie ich oder irgendjemand sonst darüber denkt. Ich bin im libanesischen Beirut geboren und aufgewachsen. Meine Mutter ist Irakerin, ihre Mutter ist Libanesin. Aber Frauen aus diesen Ländern können ihren Kindern nicht ihre Nationalitäten vererben, also bin ich kein Iraker und kein Libanese. Ich bin Palästinenser. Aber die libanesische Regierung gibt an palästinensische Flüchtlinge keine Pässe aus. Und Palästina kenne ich nicht, weil uns die Israelis nicht dorthin zurücklassen. Damit fühle ich mich oft, als komme ich von einem Ort, von dem man nicht kommen darf und wohin ich nicht gehöre.

Deena Abdelwahed: Meine Eltern sind Tunesier, aber ich bin in Doha geboren und aufgewachsen, der Hauptstadt von Katar. Dort versammelt sich wirklich die ganze arabische Welt, von Marokkanern bis Somaliern, weil es dort Arbeit und Geld gibt. Darum konnte ich da ganz unterschiedliche arabische Kulturkreise kennenzulernen. Das geht sonst nicht so leicht, es ist in der arabischen Welt nicht wie in Europa, wo jeder mal seine Nachbarn besucht, einfach nur zum Spaß. Bei uns gibt es viel Rassismus zwischen den Ländern. Zum Beispiel gelten unsere Nachbarn, die Marokkaner, bei uns als Prostituierte und schwarze Magier. Aber meine Freunde fahren dorthin, um zu kiffen, weil das in Tunesien streng verboten ist. Wir sprechen zwar dieselbe Sprache, aber in sehr unterschiedlichen Dialekten.

R: Uns Ägypter können alle verstehen, weil früher alle ägyptische Filme geguckt haben. Wenn ich in Saudi-Arabien oder Libanon oder Jemen wäre, würde auf der Straße auf jeden Fall jemand einen Witz machen, der sich auf einen ägyptischen Film bezieht. Und die Saudis zum Beispiel machen gern Urlaub in Ägypten, weil hier die Moral nicht so streng ist. Aber andersrum, wenn ich die anderen verstehen soll? Oft schwierig.

DA: Mir haben schon Leute aus anderen arabischen Ländern gesagt, wir Tunesier seien quasi wie Europäer, wegen unserer Denkweise, aber auch weil wir so viele französische Worte benutzen und uns Frankreich so geprägt hat.

R: Die Religion spielt natürlich auch eine große Rolle. Wir haben alle dieselben Feiertage, allen voran Ramadan. Aber der Koran wird in verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich ausgelegt. Bei uns in Ägypten ist es zum Beispiel nicht vorgeschrieben, dass Frauen verschleiert sein müssen. Viele denken das nur. Und wir haben in Kairo Partys mit Alkohol, bei dem auch Frauen tragen können, was sie wollen. Ähnlich ist es zum Beispiel auch in Dubai. Aber ein bestimmter Konservatismus vereint auch alle Länder. Zum Beispiel werden Schwule und Lesben überall höchstens stirnrunzelnd geduldet und meist sogar verfolgt. Auch im vergleichsweise liberalen Ägypten kann man verhaftet werden, wenn man schwul ist. Man muss nicht mal bei irgendwas erwischt werden. Meine schwulen Freunde sprechen darum am Telefon immer von „sie“, wenn sie ihren Freund meinen. Weil sie vorsichtig sein müssen. Das alles ist eine große Heuchelei.

O: Libanon war schon immer eins der tolerantesten arabischen Länder. Trotzdem ist Schwulsein bei uns immer noch illegal, viele werden darum gesetzlich verfolgt, ganz zu schweigen vom sozialen Stigma.

R: MBC (Middle East Broadcasting Center – ein reichweitenstarker saudischer Medienkonzern, dessen Sender in der ganzen arabischen Welt gesehen und gehört werden, Anm.d.A.) hat inzwischen massenhaft Lizenzen von ägyptischen Filmen aufgekauft, und sie zensieren die sehr hart. Jede Szene mit irgendwelchen Bezügen zu Homosexualität oder Prostitution wird einfach rausgeschnitten. Man versteht bei vielen Filmen dann überhaupt nicht mehr die Handlung (lacht). Dieser Konservatismus ist so lächerlich.

Konservative Haltungen blockieren auch das Leben der vielen jungen Menschen in arabischen Ländern. Sie finden oft keine ordentlichen Jobs. Damit können es sich vor allem junge Männer nicht leisten, nach traditionellen Standards eine Familie zu gründen, wo ja schon Hochzeit und Mitgift ein Vermögen kosten. Sie bleiben dadurch stecken zwischen Jugend und Erwachsensein.

O: Ich bin mir nicht sicher, ob man das so generalisieren sollte und ob die Lage überhaupt schlechter ist als für Jugendliche in irgendeinem „westlichen“ Land. Ich habe ein paar Jahre in den USA gelebt, und ich kann sicher sagen, dass das Leben für junge Leute dort scheiße ist, was soziale Aufstiegsmöglichkeiten betrifft.

R: Bei uns in Ägypten sind 60 oder 70 Prozent der Bevölkerung jung. Aber gute Bildung kann sich kaum jemand leisten. Wer die Uni abschließt, hofft meist, einen Job bei großen Unternehmen oder wenigstens beim Staat zu bekommen, auch wenn der schlecht zahlt. Es gibt einen riesigen Druck, Geld zu verdienen. Denn jeder will heiraten, weil es gesellschaftlich missbilligt wird, vor der Ehe Sex zu haben. Das gilt für Männer und Frauen. Also muss der Mann Geld verdienen, damit er Sex haben kann. Die Frau darf nicht arbeiten, sondern soll sich auf den Mann verlassen. Das ist die Norm. Aber, immerhin, das ändert sich langsam. Viele Eltern, auch aus unterschiedlichen sozialen Hintergründen, verstehen, dass auch ihre Töchter arbeiten müssen, um sich ihr Leben zu finanzieren. Nur gibt es halt kaum gut bezahlte Jobs.

DA: Dieses Problem ist etwas, das fast alle arabischen Länder gemeinsam haben. Vielleicht ist das heute unsere Identität (lacht). Für die Generation meiner Eltern sind Unidiplome unendlich wichtig. Sie haben dafür alle Mittel ausgenutzt, gelernt, getrickst, bestochen. Sie legen all ihre Hoffnung auf ihre Kinder, und die Kinder dürfen absolut nicht scheitern, das ist ein wahnsinniger Druck.


Mit dem so genannten „arabischen Frühling“ wurden ab 2011 in vier Ländern Diktatoren und autoritäre Herrscher aus dem Amt gejagt. In acht weiteren Ländern kam es zu Demonstrationen und Aufständen. Der Auslöser dafür waren unter anderem genau die Missstände, von denen Sie eben sprachen.

O: Na ja, der Libanon wird immer noch von Autokraten beherrscht. So wie früher. Sie werden jetzt nur „demokratisch“ gewählt. Diese Politiker nutzen den Krieg in Syrien, um ein Klima der Unsicherheit zu erzeugen, alternative Stimmen zum Verstummen zu bringen und so ihre Macht zu sichern. Die Lage ist darum für viele Menschen eher schlechter geworden. Überall im Nahen Osten werden Länder heute autoritärer regiert als früher.


DA: In Tunesien hat der „arabische Frühling“ wirklich vieles zum Besseren verändert. Unsere Politik und unsere Wirtschaft sind zwar immer noch eine einzige Katastrophe. Aber immerhin können die Leute jetzt frei sagen, was sie denken. Unsere Debatten und Diskussionen sind chaotisch, weil unsere Gesellschaft freie Rede nicht gewohnt ist. Aber wir lernen. Und selbst wenn vieles weiter schlecht läuft – es ist wirklich wichtig, dass die Leute sich jetzt zumindest darüber beschweren können. Vor der Revolution sind Menschen im Geheimen gefoltert und ermordet worden. Jetzt weiß man wenigstens, wenn jemand verhaftet wird und wo er oder sie dann steckt.

O: Für viele ist allein schon der Umstand, dass sie 2011 auf den Straßen für Veränderungen demonstriert haben, ein Sieg, den man ihnen nicht wieder nehmen kann.

R: Wenn man mich fragt: Der so genannte „Arabische Frühling“ war zumindest in Ägypten eine Inszenierung von interessierten Kreisen, es hat sich nichts wirklich verändert. Aber davon mal abgesehen ist es mir zu heikel, öffentlich über politische Themen zu sprechen.

Junge Menschen können jetzt zwar oft frei wählen, es sich aber immer noch nicht leisten, eine Familie zu gründen. Das ergibt eine Mischung aus Freiheit und Frustration. Wie reagiert die Musikszene oder wie reagieren Sie bei ihrer künstlerischen Arbeit auf diesen Zustand?

R: Das Rozzma-Projekt dreht sich um die Identitätsfrage: Was bin ich als Ägypter eigentlich, was macht mich aus? Ich war irgendwann wirklich müde, dass in Ägypten jeder meine Musik zu seltsam fand, und im Ausland mir jeder sagte: „Oh, das klingt aber wie XY“, irgendein Begriff, der nah an einem anderen war, den es in Europa schon gab. Und dann fragten sie mich, warum ich nicht „ägyptischer“ klinge. Jetzt spiele ich mit genau den Klischeebildern, der Tutanchamun-Maske, Filmaufnahmen aus Kairo, arabischem Gesang.

DA: Seit der Revolution 2011 sind in Tunis immerhin ein paar neue institutionalisierte Initiativen für experimentelle Musik entstanden, die etwa Proberäume oder Aufnahmemöglichkeiten zur Verfügung stellen. Es gibt zwar keine echten Clubs, aber immerhin Orte, an denen Leute Partys veranstalten, wenn auch oft improvisiert und unter schwierigen Bedingungen. Vor der Revolution hätte ich eine Connection zu jemandem aus dem System haben müssen, wenn ich eine Party oder ein Konzert hätte organisieren wollen. Das geht jetzt freier, auch wenn wir immer noch Polizisten und Beamten bestechen müssen.

O: In Libanon ist ab 2011 die Kultur explodiert, sowohl im Untergrund als auch in den Massenmedien. Vieles davon ist schon wieder beerdigt durch die zurückgekehrten Autokraten, anderes lebt weiter. Die Szene für experimentelle Untergrundmusik ist allerdings sehr klein. Bei Auftritten taucht immer dasselbe Publikum auf.Das ist zwar eine intime Gemeinde, die viel Mut macht, aber sie können keine finanzielle Unterstützung leisten. Und bestimmt 90 Prozent der Bevölkerung hört die Art von Musik, die man findet, wenn man Radiostationen durchscannt, so flotte, formelhafte arabische Bumm-Bumm-Liebeslieder.

R: Es gibt viel Spannung zwischen den Eltern, die noch zum alten System gehören, und der Jugend. Ich persönlich glaube, das ist gar nicht so schlecht, denn diese Spannung erzeugt Antrieb, und das bringt Veränderung.

Lässt sich dieser Bruch vergleichen mit den Umwälzungen in Europa vor jetzt genau 50 Jahren, als eine Generation, die nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurde, gegen die eigenen Eltern auf die Barrikaden ging? Und kommt der Wandel in der arabischen Welt eventuell 50 Jahre später als der in Europa, weil ihn die traditionell engen Familienbindungen, aber auch konservative religiöse Führer und diktatorisch regierende Politiker so lange verzögert haben?

R: Das ist auf jeden Fall ein Grund für die Verzögerung. Und dass der Wandel in vielen Ländern jetzt einsetzte, dabei spielte, wie überall auf der Welt, das Internet eine riesige Rolle. Zum ersten Mal sehen die jungen Leute hier unzensierte Beispiele dafür, wie andere Jugendliche auf der Welt ihr Ding machen. Es gibt in Ägypten jetzt auch Mode-Influencer, die sich ihr Leben mit YouTube-Clips und Instagram-Posts finanzieren. Diese Einnahmequelle gibt jungen Mädchen eine unglaubliche Freiheit, niemand kann ihnen etwas sagen, sie verdienen ihr eigenes Geld, sie sind komplett frei. Und das sehen wieder andere junge Mädchen in Ägypten.

DA: Unsere Generation hat das Gefühl, dass arabische Gesellschaften früher viel offener waren. Direkt nach der Unabhängigkeit von Frankreich 1956 modernisierte sich alles. Erst in den 1980ern und 1990ern fanden die Leute zurück zu Allah, weil die Entwicklung festgefahren war. Und da wurden wir geboren. Unsere Generation wurde also unterrichtet von frustrierten Muslimen, die sich danach sehnen, endlich ins Paradies zu kommen (lacht).

O: Ich glaube nicht, dass es nützlich ist, die Veränderungen in der arabischen Welt seit 2011 mit der sozialen und sexuellen Revolution der 1960er zu vergleichen. Dieser so genannten „Bruch“ ist eine sehr „westliche“ Projektion. Es ist normal, dass Kinder keine Fotokopien ihrer Eltern sind. Und diese Leute sind es dermaßen leid, dass der Westen ihnen ständig etwas vorschreiben will, dass es eigentlich nicht mehr viel Liebe für irgendeine Art von Verwestlichung gibt.


Historisch betrachtet stand der Nahe Osten sehr lange unter der Fuchtel des Westens und seiner Verbündeten.

O: Die Briten und die Franzosen haben nach dem Zweiten Weltkrieg die Grenzen für die Staaten des Nahen Ostens gezogen. Palästina bleibt unter Kolonialherrschaft, mehr als vier Millionen seiner ursprünglichen Bürger sind Vertriebene im In- oder Ausland, der Rest lebt unter militärischer Besatzung und Apartheid. Israels Kriege im Libanon 1982, 1998 und 2006 haben das Leben der Menschen und damit auch meines geprägt. Die Historien von Libanon, Palästina, Jordanien, Syrien, Irak und anderen sind das gesamte 20. Jahrhundert hindurch und bis heute immer von auswärtigen Mächten geprägt worden.

Wie nehmen Sie das Wissen im Westen über die arabische Welt wahr? Geht es hier nicht immer nur um den Kuweit-Krieg und Al-Qaida, den IS und den Horror in Syrien? Also um Krieg und Terror?

O: Sind die Leute gut informiert? Sind sie gerecht? Ernsthaft, was kann ich darauf antworten, was nicht total offensichtlich ist?

DA: Die meisten Menschen haben keine Zeit und keine Lust, sich mit diesem Thema genauer zu beschäftigen. Und wenn, dann sind es immer die Probleme, nicht die Hoffnung machenden Entwicklungen.

R: Regierungen brauchen Bösewichte, vor denen sie ihre Bevölkerungen angeblich schützen können. Aber zugleich wussten noch nie so viele Menschen auf der Welt so viel über Ägypten. Auch wenn manche immer noch denken, die gesamte arabische Welt sei ein Kriegsgebiet (lacht). Dabei fühle ich mich nachts auf der Straße in Ägypten meist immer noch sicherer als an vielen Orten in Europa. Wenn du hier nachts um Hilfe rufst, kommen immer mindestens drei, vier Leute angerannt, um dir zu helfen.

Um noch mal auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Gibt es also eine „arabische Identität“?

R: Es gibt bald weltweit überhaupt keine klar identifizierbaren regionalen Identitäten mehr. Ein Typ irgendwo in Afrika oder Asien kann mit denselben Mitteln dieselbe Art von Musik machen wie irgendein Typ in UK oder Deutschland. Alle sitzen sie in ihren Schlafzimmern vor ihren Laptops und produzieren ihre Beats. Das gilt nicht nur für Musik, sondern auf vielen Ebenen. Und es wird sich in den kommenden Jahrzehnten immer weiter ändern, je mehr die Leute an den Drücker kommen, die heute jung sind.

BIOS:

Rozzma

Der 30-Jährige aus dem ägyptischen Kairo, der hinter dem Projekt steckt, ist auch mit anderer Musik erfolgreich und will darum anonym bleiben. Als Rozzma jongliert er Electro-Shaabi und Tutanchamun-Masken zu Bassmusik. Seine Referenzen reichen von Kanye West bis Shed, und er beschreibt seine Musik als „Rave-Bass einer nichtexistierenden Rave-Szene in Kairo“.


Deena Abdelwahed

Die 29 Jahre Tunesierin wurde in Katar geboren, ihre Eltern waren dort Gastarbeiter. 2008 ging sie zum Studium zurück nach Tunesien und begann eine Karriere als DJ und Produzentin. In ihren Stücken trifft harte, schnelle arabische Perkussion auf harsche Industrialsounds, als DJ legt sie von Grime bis Footwork alle möglichen Bassmusik-Stile auf. Seit 2015 lebt Abdelwahed im französischen Toulouse.

OkyDoky

Der 37-Jährige Palästinenser wuchs im Libanon auf, er hat in den USA und Frankreich gelebt und arbeitet seit 2012 in Berlin. Auch er möchte gern anonym bleiben. Ursprünglich hat er mit Electro-Produktionen begonnen, es folgte Hip-Hop-basierte Electronica, inzwischen ist er bei experimenteller Bass-Elektronik gelandet. Nach zwei Alben hat er im vergangenen Jahr zusammen mit dem arabischsprachigen Rapper Semnov das freie Experimentalprojekt Al Mareekh gegründet.